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Pontoniersport


Unser Pontoniersport - einzigartig!
Was heisst Pontonier? - Was machen die Pontoniere? - Hier sollen die ersten Fragen über diesen einzigartigen Sport beantwortet werden. Für Detailwissen rund um den Pontoniersport empfehlen wir Dir das Studium der Reglemente "Wettkampf" und "Technik des Wasserfahrens". Beide Schriftstücke liegen im PDF-Format bereit zum Download.



ruderfahrt
Fahrtrupp bei einer Ruderfahrt.


Das Wasserfahren wird heute als Sport betrieben, wobei jeweils zwei Wettkämpfer einen Fahrtrupp bilden.
Steuermann und Vorderfahrer sind ein Team, welches das Schiff (Boot oder Weidling) auf optimale Weise auf dem Wasser fortbewegt und an den richtigen Ort hinführt. Dabei wird nicht nur Kraft gefordert, sondern auch Geschicklichkeit und genaue Kenntnisse des Wassers. Dieses Wissen kann nur durch jahrelganges Üben erworbern werden.

durchfahrt
Fahrtrupp bei einer Durchfahrt.


So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass vielfach der Vater mit seinem Sohn im im gleichen Schiff steht.
Ungestüme jugendliche Kraft und abgeklärte Erfahrung ergänzen sich so auf ideale Weise. Der Pontoniersport kann wärend Jahrzehnten ausgeübt werden, und auch mit vierzig Jahren gehört man noch nicht zum alten Eisen. Jung und Alt bilden zusammen die Grundlage für die sprichwörtliche Pontonierkameradschaft.

stange
Abfahrt unterhalb einer Stange


Jährlich werden verschiedene gesamtschweizerische Wettfahren durchgeführt. Daneben kommen noch verschiedene kleine Wettfahren und Spezialwettkämpfe zur Austragung. Der Wettkampfparcours kann mit einem Hindernislauf auf dem Wasser verglichen werden. Es geht darum, verschiedene Übungsteile möglichst schnell und präzise sowie stilistisch einwandfrei zu absolvieren.

felsen
Abfahrt bei einem markierten Felsen.


Die Wettfahren werden als Einzel- und Sektionswettfahren durchgeführt. Das Einzelwettfahren erfolgt Paarweise, wärend beim Sektionsfahren vier Mann, also zwei Fahrtrupps im Schiff sind, die sich gegenseitig ablösen. Dabei wird die Sektion vom Fahrchef geleitet.

stachelfahrt
Fahrtrupp bei der Stachelfahrt.


Die wesentlichen Übungsteile bei einem Einzelwettfahren sind:
- Stachelfahrt
- Abfahrt unterhalb einer Stange/markierten Felsens
- Einfahren in Brückenlinie
- Durchfahrt zwischen markierten Brückenpfeilern
- Landung auf bestimmtes und/oder höchstes Ziel

gemstachelfahrt
Gemeinsame Stachelfahrt beim Sektionswettkampf.


Bei Sektionswettfahren kommen noch eine gemeinsame Stachelfahrt und ein Übersetzen in Linie dazu. Bei diesen Phasen wird auch die Zusammenarbeit der ganzen Sektion beurteilt. Eine Gruppe besteht aus mindestens drei, höchstens aber sechs Schiffen. Grössere Sektionen fahren deshalb auch in mehreren Gruppen.

einfahren
Einfahrt in die Brückenlinie.


Die einzelnen Übungen richten sich nach den Ufer- und Flussverhältnissen am Wettkampfort. Auch die Reihenfolge der einzelnen Übungsteile kann beliebig festgelegt werden. Für die Beurteilung eines Wettfahrens wird eine Maximalpunktzahl festgelegt. Fehler oder das Nichterreichen der Idealzeit werden in Abzug gebracht. Auszeichnungen erhalten diejenigen Fahrerpaare, denen es gelingt, sich im vordersteen Ranglistenviertel zu klassieren. Dazu ist regelmässiges, hartes Training erforderdlich. Seit ein paar Jahren werden auch im Pontoniersport die vorderen Ränge immer härter umkämpft, was sich in den geringen Punkterückstanden an der Spitze zeigt.

knoten
Umgang mit Schnür- und Seilwerk.


Viele weitere Aktivitäten sind in den letzten Jahren dazugekommen und immer wieder wird versucht, den Pontoniersport noch attraktiver zu machen. So werden heute an Eidgenössischen Wettfahren auch Spezialwettkämpfe wie folgt ausgetragen:

Schwimmen
200 Meter Freistil. Austragungsort je nach den vorhandenen Möglichkeiten (Hallenbad, Freibad oder im Fluss).

Einzelschnüren
Absolvieren eines vorgegebenen Parcours mit verschiedenen Knoten auf Zeit und ohne Fehler.

Objektschnüren
Erstellen eines Schnürobjektes in Gruppen auf Zeit und ohne Fehler.

Bootfährenbau
Erstellen einer Bootsfähre über einen Fluss in der Gruppe auf Zeit und ohne Fehler.